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Die Nase ist bei vielen Hunden das hauptsächlich genutzte Sinnesorgan. Über die Nase nimmt der Hund Gerüche auf, die blitzartig gefiltert, analysiert und als verwertbare Informationen an das Gehirn weitergeleitet werden. Aus diesen Informationen entstehen Gefühlsregungen, die Handlungsprozesse freisetzen.

Nimmt ein Hund beim Spaziergang eine Wildspur auf, ist es ganz natürlich, dass er dieser weiter nachspüren möchte. Dieses Bedürfnis liegt in seiner Bestimmung als Beutegreifer. Einige Hunde nutzen ihre Nase überwiegend um Informationen über revierfremde Artgenossen zu erhalten, andere um Nahrungsquellen ausfindig zu machen. Wird dieses Sinnesorgan artgerecht und sinnvoll ausgelastet, wird das instinktive Verhalten des Hundes befriedigt. Damit der Hund seine Bedürfnisse nicht ohne seinen Menschen befriedigt und der Mensch weiterhin Einfluss auf die Aktionen seines Hundes nehmen kann, ist das Fährten eine sehr gute Beschäftigung für das Mensch-Hund-Team.

 

Zielsetzung

Durch die Fährtenarbeit wird der Hund lernen, dass zielgerichtete Spurensuche zu einem persönlichen Erfolg, etwa einer Nahrungsquelle, führen kann. Der Mensch zeigt sich dabei als Initiator, der seinen Hund auf lohnenswerte Spuren hinweist. Hat der Hund verstanden, dass sein Mensch weiß, wo, wann und welche Spuren verfolgt werden sollen, um erfolgreich zu sein, kann das unkontrollierte Jagdverhalten zur kontrollierbaren Gemeinsamkeit.

Grundsätzlich können alle Hunde zum Fährtenhund ausgebildet werden. Das Alter des Hundes ist für die Ausbildung nicht sehr wichtig, aber auch hier gilt: "Früh übt sich." So kann ich schon mit einem Hund die Fährtenarbeit im Alter von 2-3 Monaten beginnen. Aber auch älteren Hunden kann immer noch das Fährten an-trainiert werden. Die Fährtenausbildung ist ein Hundesport für jung und alt, dies gilt für Mensch und Tier.  

Fährtenhundausbildung ist Fleißarbeit, je nach Veranlagung und Vorhaben kann ich entweder täglich üben oder auch nur 2-3 Mal wöchentlich aber wie dem auch sei, Fährtenhundausbildung ist ein sehr zeitaufwendiges Hobby. Aber es lohnt sich und macht ungeheuren Spaß.

 

Wie sucht der Hund eine Fährte?

Der Fährtenhund orientiert sich vorwiegend anhand der Bodenverletzung, die durch Fußabdrücke erzeugt werden. Diese Hunde folgen mit tiefer Nase dem jeweiligen Eigengeruch der Fährte. Die Hunde sind für unsere Zwecke am besten geeignet, sie sind Spurentreu und lassen sich auch durch Wind und Wetter nur wenig beeinflussen. 

Die Bodenverletzung findet statt, sobald ich eine Fährte lege. Durch meine Fußabdrücke wird jeder Boden in verschiedener Weise verändert, verletzt. Es gibt die Gerüche, die durch die Veränderung der Erdkruste (z.B. blanker Acker) freigesetzt werden, dann den Geruch von verletzten Pflanzen (Acker mit Saat, Wiesen etc.) und zu guter Letzt haben wir dort noch die Mikroorganismen, welche durch den Fußabdruck zerdrückt werden. Die Gerüche, die über die Bodenverletzung entstehen, sind für den Hund am längsten erhalten. Je nach Witterung können sie sich über mehrere Tage halten.   Der Aufbau in der Fährtenarbeit sollte so erfolgen, dass der Hund sich in erste Linie an dem Geruchsfeld der Bodenverletzung orientiert und erst in zweiter Linie an dem Individualgeruch des Fährtenlegers. Da z.B. eine mit Gummistiefeln gelegte Fährte kaum menschlichen Geruch annehmen kann, da durch das nicht atmende Gummi nur geringe Mengen an Duftstoffen auf den Boden dringen.

 

Was für Gerüche gibt es?

Wenn ich oder jemand anders eine Fährte lege, egal wie, werden hierdurch bestimmte Gerüche freigesetzt. Gerüche des Fährtenlegers: z.B. Schweiß, Parfüm, Kleidergeruch, Zigarettengeruch etc. Also alles Gerüche, die von der Person selbst ausgehen, man nennt diese Gerüche den Individualgeruch. Nachteil dieses Geruchs ist eindeutig, dass er in der Regel bis ca. 60 cm über dem Boden schwebt und deshalb vom Wind leicht weggetragen werden kann. Selbst an windstillen Tagen hält sich dieser Geruch nicht länger als ca. 30 Min. in der Luft.

Der Hund sollte von Anfang an lernen, eine Fährte ruhig, konzentriert und mit tiefer Nase auszuarbeiten. Dabei sollte er den einmal aufgenommenen Mischgeruch von Anfang bis Ende konsequent verfolgen.   Der Hund sollte regelmäßig Fährten, weil er nur dann die Arbeitsfähigkeit seines Geruchsgedächtnisses steigern kann und dadurch das Unterscheidungsvermögen seiner Hundenase vergrößert. D.h. anfangs sollten wir täglich trainieren, später aber nicht mehr als 2 - 3-mal in der Woche.

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